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28.06.2019

Wie jedes Jahr haben die Rauchschwalben ihre angestammten Brutplätze auf dem Bauernhof im Tiergarten Worms wieder besiedelt. „Wir freuen uns im Frühsommer immer auf die Ankunft der kleinen Flugakrobaten“, so Revierleiterin Jennifer Natusch, „sie sind eine Art Vorboten für den Sommer.“

Den kleinen Schnabel weit geöffnet, wartet das hungrige Rauchschwalbenjunge sehnsüchtig auf die anfliegenden Eltern, die es mit Insekten versorgt.
Den kleinen Schnabel weit geöffnet, wartet das hungrige Rauchschwalbenjunge sehnsüchtig auf die anfliegenden Eltern, die es mit Insekten versorgt.
Der Bauernhof des Tiergarten Worms ist seit 2018 offiziell ein "Schwalbenfreundliches Haus" - Frau König vom NABU Worms Wonnegau überreicht die Plakette.
Der Bauernhof des Tiergarten Worms ist seit 2018 offiziell ein "Schwalbenfreundliches Haus" - Frau König vom NABU Worms Wonnegau überreicht die Plakette.

Auf Schutz und Hilfe sind die kleinen Vögel angewiesen, gibt es doch immer weniger geeignete Brutplätze, wie Stallungen und Scheunen. Dabei sind sie so nützlich. Im Schweine-, bzw. Kuhstall, wie dem inmitten des Tiergarten Worms, finden sie jedoch ideale Bedingungen: alte Holzbalken mit vielen Winkeln für die Nester, immer offene Fenster, viele Mücken und Fliegen und direkt vor der Tür eine Suhle mit Schlamm für den Nestbau. Im Revier Bauernhof sind bisher etwa zehn Nester bewohnt, in manchen von ihnen sieht man die typisch gelben, aufgerissenen Schnäbelchen der Küken – manche von ihnen sind gerade erst geschlüpft und andere bereits kurz vorm Ausfliegen. Bis zu drei Mal brüten Rauchschwalben in jeder Saison, ein Gelege folgt auf das nächste.

Im vergangenen Jahr erhielt der Bauernhof des Tiergartens von der Schwalbenbeauftragten des NABU Worms Wonnegau, Waltraud König, eine Auszeichnung als „Schwalbenfreundliches Haus“ überreicht. Waltraud König hat ihre Schützlinge seitdem fest im Blick und ist oft im Tiergarten anzutreffen. Schon im Frühjahr zählte sie die aus ihrem Winterquartier im tropischen Afrika zurückkehrenden Vögel und auch jetzt beim Nachwuchs ist sie zur Stelle: „Die Aufzucht der Jungen lässt sich prima beobachten, wenn man sich ein paar Minuten Zeit nimmt und sich ruhig verhält. Dann schwirren die zierlichen Vögel wie Pfeile durch den Stall, fangen Insekten im Flug und versorgen ihre immer hungrigen Küken.“ Dieses Schauspiel ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Auch Privatpersonen, die Schwalben am Haus haben, können sich für die Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ bewerben: NABU Worms-Wonnegau, Ansprechpartner Frau König, Telefon Nr. 06352/789972.

 
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