Beringung der zwei Jungstörche im Wormser Tiergarten

16.06.2021

Seit etlichen Jahren sind die Störche im Wormser Tiergarten eine feste Institution. Immer, wenn die Bruten erfolgreich verlaufen, werden die Jungstörche bevor sie flügge sind, beringt.

Storchenberingung 2021
Storchenberingung 2021
Storchenberingung 2021

In den Jahren 2018 und 2019 wurden sogar vier Störche mit Sendern versehen, von denen drei noch aktiv sind. Ihre Flugrouten kann man gut verfolgen, wenn sie in den Süden ziehen, etwa bis in den Senegal. Aber auch der Radius, den sie während der Brutsaison abfliegen ist interessant. Das ist über die App Animal Tracker möglich, wenn man die Namen der Störche sucht: Ruby, Olli und Luca. Diese drei sind echte Überlebenskünstler und gehören zu den 12 Überlebenden von insgesamt 108 seit 2015 besenderten Störchen.
Die Besenderung und Beringung sponsert der Tiergarten und der NABU.

Frau Ingrid Dorner ist die Fachfrau des NABU, die seit1999 in Rheinhessen und der Vorderpfalz die Störche in der Region beringt, zum Beispiel auch in Bobenheim-Roxheim im Vogelpark. Sie ist die Ansprechpartnerin der Landesarbeitsgemeinschaft Weißstorch des NABU Rheinland-Pfalz und sie rechnet in dieser Brutsaison mit rund 200 zu beringenden Jungstörchen. Über die Expertise und den Austausch mit Frau Dorner freuten sich auch die beiden Tiergarten-Leiter Marco Mitzinger und Wilfried Adelfinger. Insgesamt betreut sie 189 Nester in RLP und 55 in Nordbaden.

Für die Beringung am 11.06.21 wurde ein Hubsteiger bestellt, der Frau Dorner bis an den Nestrand herangehoben hat. Sie versah die jungen Störche routiniert mit den großen Ringen, prüfte den Zustand und die Größe der rund 6 Wochen alten Vögel. Während dessen kreisten die besorgten Storcheneltern am Himmel. Einer zog enge Kreise um das Nest, der zweite flog sehr hoch oben seine Runden.

Der Storchvater ist übrigens 1995 in Mannheim geschlüpft, die Störchin 2005 in Biebesheim, Südhessen. Die Jungvögel ließen die Prozedur eher unaufgeregt über sich ergehen und kaum war der Steiger heruntergefahren, ließ sich ein Elternteil wieder im Nest nieder. Nur die Beringerin und der Maschinenführer fuhren hoch, unten warteten alle Beteiligten und Interessierten auf den Zustandsbericht von Frau Dorner. Unter ihnen auch Dr. Hilmar Kienzl vom NABU Worms-Wonnegau, der die Storchenarbeit im Tiergarten begleitet.

Die Jungen sind kräftig und gesund und man darf getrost hoffen, dass sie durchkommen werden. Sollten sie später wieder gesehen werden, kann man ihre Herkunft zurückverfolgen und Rückschlüsse auf ihre Lebensweise und Flugrouten ziehen. So machte es die Beringung auch möglich, die Herkunft der Storcheneltern zu bestimmen.

Text: Ruth Hammann-Jähme; NABU Worms-Wonnegau

 
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